Die Bezeichnung „ Kranio-mandibuläre Dysfunktion(en)“ geht zurück auf ein Positionspapier der „American Academy of Orofacial Pain“ aus dem Jahr 1980, das im Jahr 1983 nochmals aktualisiert wurde (McNeill C et al., 1980; McNeill C, 1983). In diesem Papier wurde nach dem damaligen wissenschaftlichen Stand die Diagnose und Therapie der „Cranio-mandibular Disorders“ beschrieben. Diese Bezeichnung hatte sich auch im deutschen Sprachraum aus mehreren Gründen schnell etabliert.
Die „American Academy of Orofacial Pain“ aktualisierte später (American Academy of Orofacial Pain Guidelines Comittee edited by Okeson JP, 1996a; American Academy of Orofacial Pain Guidelines Comittee edited by Okeson JP, 1996b; McNeill C, 1993) in einer überarbeiteten Version ihrer „Guidelines“ die Bezeichnung in „Temporo-mandibular Disorders“ (TMD). Diese Bezeichnung ist im amerikanischen Sprachraum heute vorherrschend.
Die dritte Bezeichnung, die im deutschen Sprachraum nach wie vor Verwendung findet, ist der Begriff „Myoarthropathie“, der im Jahr 1970 von Schulte eingeführt wurde (Schulte W., 1970)
In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass für den Begriff CMD weiterhin zahlreiche Synonyme in Gebrauch sind, wie Orofaziales Schmerzsyndrom, orofaziale Funktionsstörung, orofaziale Myoarthropathie, myofasziales Schmerzsyndrom und mandibuläres Dysfunktionssyndrom (Zusammenstellung entsprechend der DGZMK-Stellungnahme 2003).
Einige der bekanntesten historischen Bezeichnungen sind Arthrosis deformans (Steinhardt, 1934), Costensyndrom (Costen, 1934) und die Myo-arthro-okkluso-neuro-psycho-pathie (Schulte W. et al., 1981).